©ABU 2010

Stand 12.05.10

über uns

Die UNCED - Konferenz für Umwelt und Entwicklung - hat im Jahr 1992 in Rio de Janeiro eine Agenda 21 formuliert:

Wir brauchen eine nachhaltige Entwicklung, die weit über das bisherige Selbstverständnis des Umwelt- und Naturschutzes hinausgeht.

Bei dieser Konferenz verständigten sich 178 Staaten der Erde auf das zukunftsweisende Leitbild des "Sustainable Development" (deutsch: "Nachhaltige Entwicklung"). Die Umweltpolitik hat durch diese Zielvereinbarung positive Impulse erhalten. Schritte zur konkreten Umsetzung sind bereits zu erkennen:

  • Auf der 3. Nachfolgekonferenz zur Klimarahmenkonvention von Rio 1992 in Kyoto wurden konkrete Verpflichtungen der Industrieländer zur Reduktion von Treibhausgasen vereinbart.
  • Städte und Gemeinden entwickeln Konzepte, wie sie in ihren Planungen und Verwaltungsabläufen die Grundsätze eines Ressourcen - und energieschonenden Wirtschaftens integrieren können (Lokale Agenda 21)
  • Unternehmen führen das sogenannte Öko-Audit durch, eine freiwillige Betriebsprüfung mit dem Ziel der kontinuierlichen Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes. Mit der Verringerung von Rohstoffeinsatz und Abfallaufkommen können auch Kosten eingespart werden.

Seit dem Oktober 1998 sind in Calw zahlreiche Bürger und Bürgerinnen aktiv in den Arbeitskreisen der Lokalen Agenda 21. Nach anfänglich 60 beteiligten Personen sind es aktuell ca. 20 Personen, die mitarbeiten.

Ein reibungsloser Ablauf ist gewährleistet durch die Kooperation der Volkshochschule Calw, die Räumlichkeiten für die Arbeitskreise zur Verfügung stellt.

Der Agenda-Gedanke ist für alle Beteiligten eine neue Erfahrung und in jedem Fall als Prozess zu erkennen, dessen Weg nicht vorgegeben ist. Es ist Alltag, dass der ein oder andere Bürger nur projektweise mitarbeiten kann und will, wohingegen andere sich eine längere auch konzeptionelle Mitarbeit wünschen. Jeder/e ist aufgerufen, sich individuell nach seinen/ihren Interessen und Fähigkeiten einzubringen.

Jede Kommune in Baden-Württemberg macht ihre eigenen Erfahrungen mit dem Prozess der Lokalen Agenda 21. In Calw existiert jedoch eine durchaus nicht überall übliche Situation.

Zum einen unterstützt der Gemeinderat die Idee der Lokalen Agenda. Die Stadtverwaltung und der Oberbürgermeister sind für alle Anregungen aus den Arbeitskreisen offen und unterstützen den Prozess aktiv - aber nicht dominierend. Dies ist ein positiver Nährboden für die Umsetzung und Entwicklung von Ideen und Konzepten aus Bürgerhand, wie es nicht oft in Baden-Württemberg angetroffen wird.

 

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